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02121 Der Stellenwert von Radon im neuen Strahlenschutzgesetz

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das aus dem Erdreich in Gebäude eindringen kann und statistisch nach Tabakrauch die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs [1]. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde Radon als großes Thema in die Neugestaltung des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) aufgenommen.

Im neuen StrlSchG wird erstmals ein Referenzwert von 300 Bq/m³ festgelegt, der in Verbindung mit der neuen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) zur Bewertung der Radonkonzentration in Innenräumen (Wohnräume und Arbeitsplätze) herangezogen werden muss. Bei Überschreitung dieses Referenzwerts ist zu entscheiden, ob und ggf. welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind, um den Radonzutritt in Innenräume zu erschweren. Das neue Strahlenschutzgesetz setzt bei Bestandsbauten vor allem auf die Eigenverantwortung des Eigentümer um für erweiterten Radonschutz zu sorgen. Zudem sieht das Strahlenschutzgesetz besondere Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten bei erhöhten Radonwerten am Arbeitsplatz vor. Der Arbeitgeber muss u. a. einen Radonmaßnahmenplan aufstellen und diesen regelmäßig aktualisieren. Im Maßnahmenplan sollen die Maßnahmen zur Reduzierung der Radonkonzentration und die Ziele zur Reduktion der Risiken durch Radon in Innenräumen von Arbeitsplätzen aufgestellt werden [1].

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